Der Bonner Mobilfunkkonzern T-Mobile wird wie von uns bereits Anfang März angekündigt, sein UMTS-Netz mit der neuen HSDPA-Technologie beschleunigen. In den kommenden Monaten sollen die Testläufe starten, zur CeBIT 2006 soll ein offizieller Startschuss erfolgen, teilte die Telekom-Tochter heute mit.
Mobile DSL-Geschwindigkeit
Mit dem so genannten High Speed Downlink Packet Access soll bei mobilen Anwendungen, zum Beispiel beim Surfen, Chatten, beim E-Mail-Versand oder auf bei umfangreichen Downloads aus dem Inter- oder Intranet, eine Geschwindigkeit von bis zu 1,8 Mbit/s möglich warden. Bisher sind in UMTS-Netzen Geschwindigkeiten von bis zu 384 kBit/s im Downstream zur Verfügung gestellt. Wenn die HSDPA-Tests erfolgreich abgeschlossen werden können, soll der neue Datenturbo überall dort im T-Mobile-Netz angeboten werden, wo auch UMTS-Versorgung garantiert werden kann.
Weitere Steigerungen geplant
In Zukunft soll die Geschwindigkeit Zug um Zug auf bis zu 7,2 Mbit/s weiter gesteigert werden. Damit wäre HSDPA schneller als viele DSL-Basisanschlüsse. Um Highspeed UMTS bereitzustellen, stattet T-Mobile die UMTS-Basisstationen mit spezieller HSDPA-Software aus. Teilweise wechselt T-Mobile auch Hardware aus. Eine Reihe von T-Mobile Geschäftskunden werden ab Herbst 2005 in mehreren großen Städten im Rahmen von Pilotversuchen Highspeed UMTS testen.
Ab September 2005 will T-Mobile erste HSDPA-updatefähige Laptop-Datenkarten vermarkten, die auch im herkömmlichen UMTS-Netz eingesetzt werden können.
(Hayo Lücke)
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