Jump to content
flatflo

Huawei Ascend D1 - Test / Erfahrungsberichte / Testberichte

In diesem Thread findet ihr nicht nur Testberichte, sondern könnt auch euren eigenen Erfahrungsbericht posten!

Wie ist euer erster Eindruck? Was gefällt euch und was nicht? Wie ist der Vergleich zu eurem vorherigen Smartphone?

Lasst es uns hier wissen!

Hier ein 'kleiner' Test von cnet.de ;)

Huawei Ascend D1: Dual-Core-Bruder des D quad im ausführlichen Vorab-Test

huawei-ascend-d1-zl.jpg

Eines der Highlights auf dem Mobile World Congress in Barcelona war das Huawei Ascend D quad: Das neue Flaggschiff des chinesischen Herstellers, mit schnellem Quad-Core-Prozessor, hochauflösendem Display und toller Ausstattung. Während wir auf das Top-Smartphone wohl noch etwas länger warten müssen, hatten wir auf der CeBIT bereits die Möglichkeit, den bis auf den Prozessor ansonsten baugleichen Bruder D1 bereits ausführlich unter die Lupe zu nehmen.

Auf dem Mobile World Congress, der größten Handy-Messe der Welt, ging das D1 fast unter. Die Masse der Messebesucher scharten sich lieber um das optisch identische D quad. Das mit dem superflotten Vierkernprozessor - obwohl dessen Leistung derzeit wohl kaum schon jemand braucht und das D1 ansonsten baugleich ist. Und genau deswegen könnte das D1 für die Masse der Käufer schlicht die bessere und günstigere Wahl sein.

Design

Das zentrale Element des Ascend D1 ist natürlich wie bei seinem Quad-Bruder das verhältnismäßig große Display. Mit 4,5 Zoll liegt es deutlich überm Durchschnitt (iPhone 4S: 3,5 Zoll, Samsung Galaxy S2: 4,3 Zoll), aber unter den Geräten, die derzeit zu den Größten zählen (Samsung Galaxy Nexus: 4,65 Zoll, Samsung Galaxy Note: 5,0 Zoll). Beeindruckend ist die hohe Auflösung. Mit 1280 mal 720 Pixeln kann es Videos im HD-ready-Format (720p) ohne Qualitätseinbußen wiedergeben.

Und abgesehen vom ebenfalls auf dem MWC vorgestellten LG Optimus 4X HD mit seinem 4,3-Zoll-Display gehört es mit zu den kleinsten Geräten mit dieser hohen Auflösung. Das bedeutet eine gestochen scharfe Darstellung von Inhalten. Zum Vergleich: Das 9,7 Zoll große iPad der ersten beiden Generationen stellt weniger Bildpunkte dar. Zur scharfen Darstellung passt der dünne Rahmen, der sich rund um die Anzeige zieht. Das sieht wertig aus und ermöglicht eine vergleichsweise kleine Bauform trotz der großen Anzeige.

Das Touchscreen-Panel ist aus weitgehend kratzfestem Echtglas gefertigt und zieht sich einmal komplett über die Front des D1. Oberhalb der Anzeige findet sich der Huawei-Screenshot, darüber die Aussparung für den Lautsprecher. Rechts davon haben die Status-LED sowie die Frontkamera mit einer Auflösung von 1,3 Megapixeln ihren Platz gefunden.

Unterhalb des Displays sind drei Soft-Touch-Tasten untergebracht. Zumindest von den Icons her erinnern sie uns eher an die älteren Android-Versionen als an das neue 4.0 alias Ice Cream Sandwich (ICS), denn sie zeigen den bekannten Zurück-Pfeil, das stilisierte Häuschen für den Home-Screen sowie Menü-Icon mit den drei Strichen - was es eigentlich bei Android 4 nicht mehr gibt. Stattdessen kommt üblicherweise ein Task-Switcher zum Einsatz, der die zuletzt geöffneten Programme anzeigt. Beim Tipp auf das Icon führt das D1 auch diese Funktion aus. Schlimm ist das also nicht, und vielleicht ändert sich dieser Punkt ja auch noch bis zur Auslieferung - denn unser Testgerät war noch ein Prototyp.

Von der Seite her betrachtet, erinnert uns das D1 an das Samsung Galaxy S2. Beide Geräte sind vergleichsweise flach und haben im unteren Bereich eine Art Wulst. Auch beim Blick auf die Rückseite erkennen viele Messebesucher eine gewisse Ähnlichkeit. Wir sehen das allerdings etwas anders, denn beim Galaxy S2 kommt eine strukturierte Kunststoffoberfläche zum Einsatz, während sich die Huawei-Entwickler für ein Soft-Touch-Finish im Carbon-Look entschieden haben. Beide Ausführungen haben ihren Charme.

Ansonsten findet sich auf der Rückseite noch das Huawei-Logo, darüber sitzt die Linse der 8-Megapixel-Kamera samt Foto-LED. Die Aussparung für das Lautsprechergitter hat unten im Wulst ihren Platz gefunden. Dort gibt es mehr Platz - und das sorgt für einen kräftigeren Klang. An der Lautstärke haben wir übrigens auch nichts auszusetzen. Bereits der Prototyp hat keine Probleme, Youtube-Clips auf der Messe durchaus hörbar abzuspielen.

Der Akkudeckel zieht sich übrigens um den Rahmen. Somit ist das Gerät also auch an den Seiten gummiert und liegt gut in der Hand. Ansonsten wirkt die Klappe auf uns etwas wie eine Farce: Unter dem großen Deckel befindet sich nämlich kein durch den Nutzer tauschbarer Akku - der ist fest im Inneren verbaut. Das ermöglicht zwar eine dünnere Bauform, hinterlässt aber einen faden Beigeschmack - schließlich lässt sich der Stromspeicher nach ein paar Jahren nicht einfach so austauschen. Immerhin gibt es aber sowohl SIM- als auch microSD-Kartenslot.

Links am Gerät befindet sich lediglich die Micro-USB-Buchse. Rechts haben die Entwickler den Wippschalter zur Regelung der Lautstärke untergebracht.

Ausstattung

Unter der Haube befindet sich ein Dual-Core-Prozessor mit 1,5 GHz, dem 1,0 GByte RAM zur Seite stehen. Das ist ordentlich und durchaus auf der Höhe der Zeit - und genau deswegen wird die Masse der Käufer durchaus mit dem Zweikern-Prozessor des D1 glücklich werden. Dazu gibt es 8 GByte internen Speicher, der bei Bedarf noch durch eine microSD-Karte mit bis zu 32 GByte Kapazität ergänzt werden kann.

Neben dem hochauflösenden Display fällt die 8-Megapixel-Kamera mit Full-HD-Videoaufnahme positiv im Datenblatt auf. Der Akku ist mit einer Kapazität von 1670 mAh dagegen "nur" durchschnittlich stark. Für eine längere Lebensdauer sorgt das 2 Millimeter dickere XL-Modell des D-Quad-Bruders, der mit 2500 mAh signifikant mehr Energiereserven auf Lager hat.

Zur Kommunikation stehen die üblichen Optionen zur Verfügung, darunter Quad-Band-GSM, UMTS-Datenfunk mit HSPA für Download-Raten von bis zu 21 MBit/s, Bluetooth 3.0 und WLAN nach dem aktuellen n-Standard. Außerdem gibt es selbstverständlich GPS zur Positionsbestimmung sowie Sensoren für Annäherung, Umgebungshelligkeit und Neigung. Über alle Ausstattungsmerkmale im Detail informiert die folgende Tabelle -> http://www.handy-faq.de/forum/huawei_ascend_d1_forum/243161-huawei_ascend_d1_technische_daten_datenblatt.html

Software

Dankenswerterweise packt Huawei gleich die aktuelle Android 4.0 auf das Gerät, während viele andere Hersteller auch noch auf dem MWC neue Smartphones vorgestellt haben, die noch mit der Version 2.3 des Google-Betriebssystems in die Läden kommen. Auf den ersten Blick ändert sich hier und da die Optik, die sich mehr in Richtung der Tablet-Ausführung 3.0 verschiebt.

Grundsätzlich bleibt dennoch alles gleich: Es gibt wie gehabt eine Reihe von Homescreens, die der Nutzer mit Hintergrundbildern, Verknüpfungen zu Kontakten und Apps und interaktiven Widgets frei nach seinen Vorstellungen anpassen kann. Alle wichtigen Apps inklusive Browser, Youtube- und E-Mail-Client und Google Maps sind bereits vorinstalliert. Alles weitere findet sich im Android Market, dem App Store von Google. Um zumindest einen kleinen Überblick über die schier unüberschaubare Flut von Apps zu bekommen, hat Huawei eine App namens Hispace vorinstalliert, die besonders gute Anwendungen vorstellt.

Nicht nur an dieser Stelle haben die Chinesen übrigens Hand angelegt. Die komplette Oberfläche wurde überarbeitet. Beim Verschieben von Icons auf den Homescreens oder beim Wischen durch die verschiedenen Seiten sehen wir hübsche Animationen und 3D-Effekte. Wer auf dem Homscreen schnell mit dem Finger von links nach rechts wischt, klappt ihn förmlich etwas zur Seite - und es sieht aus, als würde man ein Rad anstubsen, das die verschiedenen Seiten darstellt. Inklusive glänzender Reflexionen, versteht sich. Selbst wenn es sich nur um so banale Punkte wie das Verschieben eines Icons handelt, passiert das mit Schwung. Symbole lehnen sich zur Seite, wenn sie an den Rand stoßen oder hüpfen weg, um anderen Platz zu machen. Das sieht toll aus.

Allerdings sieht das vor allem auf den ersten Blick toll aus, und wir sind uns nicht ganz sicher, ob die Effekte nicht vom Wesentlichen ablenken. Ein bisschen erinnert uns der Effekt an die Samsung-Handys aus der Pre-Android-Ära, bei denen beispielsweise ein Füllfederhalter beim Drücken einer Taste die zugehörige Ziffer auf das Display geschrieben hat. Am Anfang denkt man sich nur "Wow", aber wer den Effekt schon kennt, sieht sich schnell satt - und fühlt sich später gestört. Der Vorteil bei Android ist allerdings, dass sich das System inklusive der Oberfläche anpassen lässt. Es ist also kein Problem, hier auf ein User-Interface zu wechseln, das weniger verspielt wirkt.

Leistung

Dieser Punkt in unserem Vorab-Test ist etwas mit Vorsicht zu genießen. Bei "unserem" D1 handelt es sich um einen Prototypen, der vor allem softwareseitig noch fernab der Serienreife war - und dementsprechend wenig sind Benchmarkergebnisse oder Auswertungen der Kamera-Qualität jetzt wert.

Wir haben die Tests dennoch durchgeführt, um einen ersten Eindruck zu erlangen. Die Tatsache, dass das User-Interface allerdings noch bei einfachen Aufgaben geruckelt hat, sagt aber schon: Hier wird sich noch einiges tun, bis das Gerät in den Laden kommt. Wer es dennoch wissen möchte, im Android-Benchmark Quadrant hat der D1-Prototyp mit gut 2600 Punkten ein ordentliches Ergebnis auf dem Niveau des HTC Sensation XE erreicht. Im Browsermark erzielt das Gerät knapp 85.000 Punkte und ist damit fast exakt so schnell wie das iPhone 4S.

Zum Thema Display gibt es wohl wenig zu sagen: Bereits der Blick auf das Datenblatt verrät, dass Huawei hier Priorität gesetzt hat. das zahlt sich aus, denn die Anzeige ist gestochen scharf, erfreulich hell und schafft eine realistische Farbwiedergabe. Auch eine große Blickwinkelabhängigkeit ist uns im Rahmen der Testmöglichkeiten auf der CeBIT nicht aufgefallen.

Der Lautsprecher macht seine Arbeit erfreulich gut. Das Gerät ist angenehm laut und bringt vergleichsweise viel Bass mit - dafür ist wohl der Wulst im unteren Bereich gut. "Bass" ist natürlich dennoch übertrieben, aber im Vergleich zur Konkurrenz ist das Ergebnis ordentlich.

Die Kamera hingegen konnte uns beim ersten Test noch nicht überzeugen - aber das ist wohl auch dem Prototypen-Status zuzurechnen. Schließlich sind bei der Kamera-App viele auch grundlegende Funktionen schlicht noch nicht integriert - und damit war auch der Zugriff auf die Einstellungen nur eingeschränkt möglich.

Zur Akkulaufzeit können wir noch nichts sagen, da uns das Gerät nur ein paar Stunden zur Verfügung stand. In Anbetracht der nur durchschnittlichen Kapazität gehen wir zum heutigen Zeitpunkt davon aus, dass das Ascend D1 wie die meisten Geräte in seinem Umfeld täglich an die Steckdose muss.

Vorläufiges Fazit

Huawei - allein die Tatsache, dass die Masse der potentiellen Handy-Käufer diese Marke wohl noch nicht verinnerlicht hat, dürfte mit zu den größten Problemen gehören. Denn das Design ist unauffällig und gefällt, die Hardware stimmt - und das wird wohl auch auf den Preis zutreffen.

Quelle: cnet.de

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar hinterlassen zu können


×