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Google/Asus Nexus 7 - Offizieller Testbericht by Handy-FAQ.de [Testbericht]

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Alt 17.08.2012, 22:57   #1

 
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Google/Asus Nexus 7 - Offizieller Testbericht by Handy-FAQ.de


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Alt 17.08.2012, 22:57  
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Alt 17.08.2012, 22:58   #2

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Das Nexus 7 - das erste Google-Tablet. Erhältlich ist es bisher nur in einigen Ländern (USA, Großbritannien, Australien, Kanada), über PCWorld und Borderlinx ist es aber möglich, das Nexus auch nach Deutschland zu importieren (vielen Dank an dieser Stelle nochmals an flatflo, der den ganzen Bestellvorgang übernommen hat!).

Nach etwas Wartezeit und Hoffen (erst der dritte Shop nahm die Bestellung an, zwischenzeitlich war sogar FLos Google Wallet - Konto gesperrt) ist das von Asus produzierte Tablet endlich bei mir eingetroffen.




Die Verpackung besitzt im Grunde genommen die gleichen Außenmaße wie das Tablet. Zuerst zieht man den bunten 'Überzug' vom schwarzen Karton ab und nach dem Durchtrennen der beiden Siegel geht der Karton auf und gibt den Blick auf das Nexus frei, welches zusätzlich noch durch Cellophanfolie (ja, das Wort schreibt man tatsächlich so ) geschützt ist.




Im Karton liegt separat verpackt noch ein modulares Ladegerät samt britischem Ladeadapter und USB-Kabel, was gleichzeitig auch als Ladekabel agiert. Viele werden jetzt aufschreien: "Was soll ich mit dem britischen Ladeadapter anfangen?". Nun, entweder verwendet man ein anderes Ladegerät (von Handy oder Tablet) oder man kauft sich für kleines Geld einen Adapter.

Weiters sind auch noch ein Quick-Start-Guide und die Garantiekarte enthalten, beides natürlich in englischer Sprache.




Ein Headset, eine Schutzhülle oder gar Treiber-CDs sucht man vergebens, der Lieferumfang ist also ingesamt eher mager ausgefallen, ich möchte an dieser Stelle an die UVP von Google erinnern (199$ für die 8GB-Variante, 249$ für die mit 16GB), von daher lässt sich das leicht verschmerzen.

Das war das Unboxing, das Gerät an sich stelle ich euch im nächsten Beitrag genauer vor.




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Alt 18.08.2012, 22:27   #3

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Nach der Begutachtung des Lieferumfanges sehen wir uns hier das Nexus 7 etwas genauer an. Zuerst natürlich die technischen Daten im Überblick:
  • OS: Android 4.1 (Jelly Bean), nach offiziellem Update Android 4.4.2 (KitKat)
  • Display: 7 Zoll IPS (1280 x 800 Pixel)
  • Prozessor: Tegra 3 Quad-Core-CPU mit 12-Core-GPU
  • Arbeitsspeicher: 1GB
  • Interner Speicher: 8GB / 16GB (ich habe die 16GB-Variante)
  • Maße (LxBxH): 198,5 x 120 x 10,45mm
  • Gewicht: ca 340g
  • Kamera: Vorderseite: 1,2 Megapixel, Rückseite: -
  • Drahtlose Verbindungen: Wireless LAN (IEEE 802.11 b/g/n), Bluetooth, GPS, NFC
  • Anschlüsse: Micro-USB, Dockconnector (4-Pin-Connector, bereits bekannt vom Galaxy Nexus)
  • Akku: 4325mAh (9h Videowiedergabe)
  • Unverbindliche Preisempfehlung: $199 (8GB) bzw. $249 (16GB)
  • Verfügbarkeit: Mitte Juli in USA, Kanada, Großbritanien und Australien. Weitere Länder folgen.

Für unter 250$ erhält man also sehr viel Hardware, welche sich auf keinen Fall verstecken muss. Im Grunde genommen gibt es derzeit zumindest auf dem Papier nicht mehr Rechenpower (vom kommenden Note 10.1 mal abgesehen, welches mit 2GB RAM kommen wird). Im Rahmen dieses Testberichtes werde ich auch einige Benchmarks durchführen, die zeigen werden, inwiefern das Nexus das gegebene Potenzial auch nützt.

Was gibt es zum Nexus an sich zu sagen? Nun, sehen wir uns doch mal alles an:

Die ebene Vorderseite wurde ziemlich schlicht gehalten und wird klar vom Display dominiert. Kein Schriftzug vom Hersteller Asus oder von Google ist zu sehen - das gefällt mir sehr gut, dadurch wirkt das Tablet meiner Meinung nach etwas edler. Rund um das Display verläuft ein schwarzer Rahmen, der oben und unten breiter ausfällt als auf den beiden anderen Seiten. Dies erklärt sich durch die geplante Verwendung des Nexus 7: Spiele, Spiele, Spiele. Denn nimmt man das Nexus wie ein Lenkrad in die Hände dient der breitere Rand als Pufferzone, somit werden ungewollte Displayberührungen vermieden. Auf den offiziellen Bildern wirkt der Rand wirklich sehr breit, in Wirklichkeit ist das aber nicht der Fall.
Oben befindet sich noch die Frontkamera und der Helligkeitssensor, der bei Bedarf die Displayhelligkeit steuert. Außen am Rand verläuft ein Rahmen aus Kunststoff, der eine Aluoptik imitiert.




Die Rückseite besticht durch die wertige Haptik, die der Kunststoff mit leichtem Leder-Feeling vermittelt. Das Tablet hat so keine Chance versehentlich aus der Hand zu rutschen. Die Logos von der Nexus-Serie und Asus sind etwas in die Tiefe versetzt und mit den Fingern erfühlbar. Die restliche Rückseite ist mit kleinen Punkten übersäht, die ebenfalls in die Tiefe gehen. Etwas ärgerlich: die gesamte Rückseite ist ein riesiger Fingerabdruckmagnet.

Unter dem Asus-Logo befindet sich der Lautsprecher, der mit einem satten Klang und sogar etwas Bass glänzt. Im Vergleich hatte ich das iPad3, welches noch ein klein wenig lauter ist, dafür aber auch mehrere 100€ mehr kostet. Es muss sich also nicht vor teureren Smartphones oder Tablets verstecken - im Gegenteil. Und bevor hier Audio'experten' meckern: natürlich lässt sich damit keine Anlage ersetzen, für alles Andere reicht er locker.

Laut Quick-Start-Guide befindet sich rund um das Nexus-Logo der NFC-Bereich. Bei meinem NFC-Test zwischen Galaxy S3 und Nexus 7 war dieser aber ungefähr beim 'x' von Nexus, zumindest hat es hier immer mit der Verbndung geklappt.




Auf der linken Seite haben wir nur den Dock-Connector, welcher derzeit noch mehr oder weniger nutzlos ist. In (naher ?) Zukunft sollte es aber von Google/Asus Zubehör geben, das diese Schnittstelle ausnutzen werden. Ganz oben und zwischen der Mitte und dem Dock-Connector befinden sich übrigens je ein Mikrofon, die zum Beispiel bei Videokonferenzen (Skype) oder Hangouts (Google+) zum Einsatz kommen.




Oben ist nichts...




...dafür aber rechts. Denn dort befindet sich die Wake-/Sleep-Taste zum Sperren und Entsperren des Displays und die Lautstärkewippe zum Regulieren der Lautstärke der Soundausgabe.




Auf der unteren Seite kann man einerseits in die 3,5mm-Buchse sein Headset/seine Kopfhörer anstecken und andererseits die USB-Buchse zum Aufladen und für die Verbindung mit dem PC nutzen. Beide Anschlüsse müssen ohne Staubschutz auskommen, aber ich muss ich wieder mal an den verhältnismäßig geringen Preis erinnern. Anders sieht das beim Galaxy S3 aus, dort hätte Samsung dieses Feature ohne schlechtem Gewissen von den Vorgängermodellen S und S2 übernehmen können.




Die Verarbeitung
Auch zur Verarbeitung möchte ich einige Worte verlieren, denn speziell zu Produktionsbeginn traten einige Fehler auf (siehe auch hier). Ich habe keine Probleme mit Ghosting oder Screen-Bleeding, einen kleinen Mangel konnte ich aber leider dennoch entdecken. Drücke ich mit dem Finger leicht auf den oberen Bereich am linken Rand am Display, hört man ein leises 'Klack'-Geräusch. Also so, als ob das Display nicht vollständig mit dem Untergrund verklebt worden wäre. Die Funktion des Tablets wird nicht beeiträchtigt, auch die Optik nicht, ärgerlich ist es aber dennoch. Mal sehen, ob ich es deswegen einschicken werde (zum Thema Garantie sollte man das hier lesen).

Sonst stimmen aber alle Spaltmaße und Aussparungen (für die USB-Buchse und die 3,5mm-Klinke-Buchse), daran gibt es nichts zu meckern.


Das Display
Das Display verwendet die IPS-Technik und löst mit 1280x800px (entspricht 216ppi) auf. Inhalte lassen sich leicht vom Display ablesen, Farbverfälschungen beim Neigen des Displays gibt es nicht. Man kann das Display im Grunde genommen bis zu einem Winkel von 180° ablesen - super. In der letzten Zeit hatte ich aber fast nur (S)AMOLED-Displays (Galaxy S, Galaxy S3), von daher erscheinen mir die Farben am Nexus etwas ausgewaschen und schwach, hier hätte ich mir mehr gewünscht. Das hat mich aber auch schon beim ebenfalls von Asus hergestellten Transformer gestört und von daher muss ich eben damit leben. Im Freien spiegelt das Display tablet-typisch ziemlich stark, die Helligkeit würde ich als durchschnittlich bewerten.


Die Haptik
Die 340 Gramm fühlen sich nur wie 339 an - denn das Nexus liegt sehr angenehm in der Hand. Es ist weder zu schwer, noch zu leicht. Der Rand verläuft etwas abgeschrägt von vorne nach hinten, im Vergleich zu anderen Tablets schneidet das N7 nicht unangenehm in die Hände ein.


Das Fazit
Unterm Strich kann mich das Nexus 7 überzeugen. Wäre der kleine Verarbeitungsfehler mit der Klebestelle nicht, würde ich auch die volle Punktezahl vergeben. Anfangs war ich wegen der Displaygröße etwas skeptisch, mittlerweile gefallen mir die 7" aber wirklich gut.




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name_lezz und likeit92 haben sich bedankt.

Geändert von borgerapper (29.12.2013 um 18:42 Uhr)
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Alt 19.08.2012, 19:44   #4

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Ergänzend zum ersten Eindruck vergleiche ich das Nexus 7 in den Abmessungen mit einem Smartphone (Galaxy S3, Displaydiagonale: 4,8") und einem 10"-Tablet (Asus Transformer). Das sind die nächstkleinere und die nächstgrößere Geräteklasse, wenn man von der 7"-Klasse beziehungsweise dem Nexus 7 ausgeht.

Auf dem Datenblatt sieht die Geschichte folgendermaßen aus (LxBxH, in Klammer das Gewicht):
S3: 136.6 x 70.6 x 8.6 mm (137g)
N7: 198.5 x 120.0 x 10.45mm (340g)
TF: 221.0 x 171.0 x 12,9 mm (680g)

Natürlich bekommt man beim Betrachten dieser Zahlen einen guten Eindruck von den Größenverhältnissen, auf Fotos kann man sich das aber noch besser vorstellen:






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juck und likeit92 haben sich bedankt.
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Alt 20.08.2012, 18:03   #5

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Nachdem wir nun die Hardware unter die Lupe genommen haben, rückt jetzt die Software in den Mittelpunkt. Beim ersten Start gibt es keine Besonderheiten, wenn man die Einrichtung schon von anderen Smartphones oder Tablets mit Android kennt. Schritt für Schritt bereitet man es für die Nutzung vor. Vom WLAN-Netz über den GMail-Account bis zur möglichen Wiederherstellung bereits vorhandener Daten und die mögliche Sicherung sowie der gewünschten Systemsprache kann man alles nach Belieben konfigurieren. Auch eine Kreditkarte für den Market lässt sich hinzufügen.

Speziell Anfänger sollten sich dadurch nicht abschrecken lassen, denn im Grund genommen ist alles selbsterklärend. Nach rund 5 Minuten ist alles erledigt und man landet auf dem Homescreen. Dort fahre ich dann im nächsten Beitrag fort.




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Alt 25.08.2012, 22:53   #6

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Homescreen

Nach dem Einrichten landet man auf dem Homescreen, der zugegebenermaßen im Vergleich zum S3 ziemlich schlicht gehalten wird. Also keine überdimensionalen Widgets oder Ähnliches, das gefällt mir.




Aber eines ist anders als bei anderen Tablets: Google war der Meinung, dass das Nexus 7 kein vollwertiges Tablet sei, sondern ein Hybrid aus Smartphone + Tablet. Das kann man als User sehen wie man will, aber das N7 wird im Unterschied zu anderen Tablets am Homescreen und im App-Drawer ausnahmslos im Hochformat bedient. Es gibt also keinen Landscape-Modus im Launcher/App-Drawer, solange man nicht eine kleine Modifikation vornimmt. Im Grunde genommen stört es aber nicht wirklich, denn in den verschiedenen Apps (GMail, Market, Chrome,...) passt sich das Bild selbstverständlich der aktuellen Neigung des Tablets an (da ein paar Leute gefragt haben: werksseitig ist die Rotation deaktiviert. Zur Aktivierung müsst ihr die Statusleiste herunterziehen und das Symbol mit dem Schluss einmal anklicken).




Übrigens: bei bestimmten Notifications (Screnshots, Mails,...) kann man die Meldung verkleinern/erweitern, wenn man mit zwei Fingern nach oben oder unten streicht. Außerdem können Screenshots ohne Umwege direkt über die Benachrichtigungsleiste geteilt werden (per Mail, den Social-Networks,...).


In den Apps wird dann das Tablet-Layout verwendet. Nachfolgend als Beispiel GMail im Hoch- und Querformat.






Nun, was kann ich noch sagen? Die Nexus-Reihe kennzeichnet sich ja durch Stock-Android und direkte Google-Updates aus. Das heißt also, dass es keine Hersteller-UIs wie TouchWiz (Samsung) oder Sense (HTC) gibt. Manche mögen das eine oder andere Feature oder nette Übergangseffekte vermissen, aber ganz ehrlich: ich habe lieber als erster Updates und werde lange mit diesen versorgt als das ich bald ohne Update dastehe, dafür aber ein paar Effekte bewundern kann. Außerdem lässt sich dann immer noch ein anderer Launcher oder eine Custom-ROM verwenden. Aber ich schreibe hier über die Stock-ROM komplett ohe Modifikationen.

Wie sieht es mit der allgemeinen Performance aus? Nun, ich war schon erstaunt, wie rund das S3 in der Ursprungsversion lief, aber das Nexus setzt nochmal eine Schippe drauf. Keine Lags - keine 'Gedenksekunden' beim Öffnen von Apps - nichts. Warum kann das nicht bei allen Android-Geräten so sein? Aber gut, beim Nexus MUSS das so sein. Einserseits besitzt das Ding eine Tegra3-CPU (immerhin Quadcore + Companion-Core für Standby und Anwendungen wo nahezu keine Leistung benötigt wird) und 1GB RAM, andererseits trägt es den Nexus-Schriftzug. Es pfuscht also kein Hersteller etwas an der Firmware herum, die Firmware wird ans N7 angepasst. Dass das gut funktioniert zeigt auch Apple mit seinem iPhone, denn auch dort wird die Software perfekt auf die Hardware zugeschnitten.

Die Auslieferungsfirmware ist Android 4.1.1 (Jelly Bean), nach ein paar Minuten nach dem Einschalten bekam ich auch schon die Meldung, dass ein Update verfügbar sei, nun läuft ein neuerer Build auf meinem Nexus, dieser trägt immer noch die Versionsnummer 4.1.1.




Nun will ich euch Jelly Bean etwas näher vorstellen, da es einige interessante Features besitzt. Das fängt schon beim Homescreen an (siehe Screenshot).




Wischt man nich links, unten oder rechts, so entsperrt man den Screen. Wischt man aber nach oben, startet Google Now, ein erweiterter Sprachassistent.


Google Now




Neben den Standarddingen wie Wetterabfragen kann Google Now aber noch wesentlich mehr. Fragt man zum Beispiel, wann der Sonnenuntergang in Tokio ist, antwortet(!) Google Now mit der Uhrzeit. Oder ihr wollt wissen, wie groß zum Beispiel ein Basketballer ist? Auch darauf weiß Google Now eine Antwort. Ich könnte immer so weitermachen, wenn da nicht ein Manko wäre, welches wohl erst später ausgemerzt werden wird: und zwar funktioniert die Sprachausgabe derzeit nur in den USA und UK. Selbst dann, wenn man die Systemsprache und die Sprache von Google Now auf Englisch (US) stellt und das Nexus in Großbritannien gekauft wurde, funktioniert die Sprachausgabe nicht. Es gibt aber bereits eine Lösung des Problems, dazu habe ich auch eine Anleitung verfasst.

Google Now ist aber noch mehr. Mit der Zeit weiß Google, wo man wohnt (sofern die Standortnutzung in den Einstellungen aktiviert ist; ich will jetzt aber nicht über die Datensammelwut oder Ähnliches diskutieren). Jedenfalls wird unterwegs die Position bestimmt (z.B. wenn ihr arbeitet) und sagt euch abhängig von der Verkehrslage, wie lange ihr nach Hause braucht. Habt ihr zum Beispiel einen Termin im Kalender erstellt und die Öffis als Verkehrsmittel gewählt, sagt euch GNow, wann ihr von daheim weggehen müsst, um ohne lange Wartezeit dn Bus/die Bahn zu erwischen.
Was kann es noch? Flüge abfragen, Sportergebnisse ("Wie ging das letzte Spiel von <Mannschaft hier einfügen> aus?"),...

Für einen genaueren Überblick solltet ihr euch die offizielle Webpräsenz von GNow ansehen und auch dieses Video zu Gemüte führen.


Softkeys

Seit Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) haben die Nexus-Geräte eine dauerhaft eingeblendete Softkeybar am unteren Ende des Displays.




Im Gegenzug verzichtet man auf Hardwaretasten. Ihr habt von links nach rechts eine Back-, eine Home- und eine Recent Apps - Taste (Auflistung der zuletzt genutzen Apps, fungiert auch mehr oder weniger als Taskmanager). Übrigens könnt ihr Google Now starten, indem ihr von der Home-Taste ausgehend mit dem Finger nach oben wischt.


Apps
Sehen wir uns doch an, was an Apps vorinstalliert ist. Auch hier hat Google seine Spuren hinterlassen, denn im Prinzip sind nur Google-Apps vorinstalliert. Keine externen eBook-Reader oder sonstiger Schrott.

Genauer gesagt waren das folgende Apps (Dead Trigger, Glowball und die Tegra Zone habe ich nachträglich installiert, der Rest war schon drauf):




Übrigens ist das Nexus 7 das erste Gerät, das mit vorinstalliertem Chrome-Browser verkauft wird. Den normalen Android-Browser gibt es nicht mehr.


Sonst läuft alles wie bei anderen Google-Devices ab. Ich kann nur sagen, dass das Nexus 7 ohne Modifikationen sehr flüssig läuft und mir eigentlich nur die Toggles in der Benachrichtigungsleiste, eine Batterie-Prozentanzeige und eventuell noch die Homescreenrotation, aber das alles ist ja mittels Custom-ROMs und Modifikationen 'nachrüstbar'.




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wulpes62 hat sich bedankt.
Lunchbox ist offline  
Alt 26.08.2012, 19:44   #7

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Lasset die Spiele beginnen! Das Nexus 7 wurde von Google mit dem Spruch "Made for Google Play" beworben, da es das erste Device ist, welches das volle Potenzial des Play Stores ausschöpfen soll. In Verbindung mit dem Nexus Q hat man dann laut Werbung das ultimative Google-Elerbnis.

Aber auch ohne Nexus Q (dessen Produktion inzwischen eingestellt wurde, da Google einsah, dass noch sehr viel Verbesserungsbedarf besteht) kann man mit dem Nexus 7 viel Spaß haben - vorausgesetzt, es würde die GEMA und einige andere Organisationen nicht geben. Denn während man in den USA und in vielen anderen Ländern so ziemlich alles ohne Einschränkungen nutzen kann, sieht es in Deutschland genau andersrum aus. Zwar wurde vor wenige Tagen Google Movies für Deutschland 'freigeschaltet', dafür fehlen aber noch einige andere Dienste (nur um zwei Beispiele zu nennen: Google Magazines, Google Music,...).

Aber zurück zum Thema: da das N7 eben auf Play ausgelegt ist, gibt es zu jedem neuen Nexus 7 einen Gutschein für den Play Store dazu (15GBP bzw. 25$, entspricht beides ungefähr 20€). Wie man diesen einlöst hat flatflo hier beschrieben.

Ich konnte das leider (noch) nicht tun, da mir schlicht und einfach die dafür benötigte Kreditkarte (KK) fehlt. Außerdem soll auch nicht jede Prepaid-Karte funktionieren. Mal sehen, vielleicht lege ich mir bald eine KK zu, dann komme ich auch endlich an meinen Gutschein für den Play Store.


Leider kann ich insgesamt zu Play nicht allzu viel sagen, da der vollständige Funktionsumfang bei uns nicht freigeschaltet wurde und ich keine KK habe. Ich bitte das zu entschuldigen.




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Alt 30.08.2012, 11:34   #8

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Mit der App GPS Test kann man sich viele Daten zum GPS-Empfang des eigenen Smartphones ansehen. Seien es die Koordinaten, die Anzahl der Satelliten, die zum Navigieren verwendet werden und eben auch die Zeit bis zum GPS-Fix und somit zum endgültigen GPS-Signal.

Dazu bin ich einfach in den Garten gegangen und habe 2 Tests durchgeführt: einmal mit aktiviertem WLAN, Sensoruntersützung und GPS und einmal im Flugmodus mit GPS und Sensorunterstützung, jedoch ohne die Zuhilfenahme der Bestimmung der derzeitigen Position durch drahtlose Netzwerke.

Mit WLAN hatte ich nach ~10 Sekunden den GPS-Fix, ohne WLAN im Flugmodus mit aktiviertem GPS in nur 5 Sekunden (vermutlich wurde aber die Position vom ersten Fix gecacht). Nachfolgend die entsprechenden Screenshots:

Hier die Bilder ohne WLAN, nur mit aktiviertem GPS:




Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden, denn wenn ich ans Galaxy S zurückdenke, dass ohne Modifikationen gut und gerne ein paar Minuten gesucht hat, ist das wirklich gut.




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Lunchbox ist offline  
Alt 30.08.2012, 20:11   #9

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Spiele-Performance

Natürlich funktioniert der Download von kostenlosen Apps auch ohne Kreditkarte, und deshalb habe ich auch einige Apps getestet. Unter Anderem waren das Glowball (ist aber nur eine Demo-Version, die die Tegra-Performance zeigen soll), Traffic Panic London (nebenbei bemerkt ein geniales Spiel), Parking Challenge 3D, Race of Champions, JetCarStunts und Dead Trigger.

Letzgenanntes Spiel war auch das einzige, das nicht völlig fehlerfrei funktioniert hat. Vom ersten Start weg läuft das Spiel auf maximalen Details, das sollte eigentlich auch kein Problem für die im Nexus verbaute Hardware sein. Sollte... Denn das Spiel ist sehr performancehungrig. Schraubt man die Details hinunter, ist das Spiel auch spielbar, hier sollten aber noch Updates folgen, die die Performance verbessern. Das zweite Spiel, das nicht rund lief war Gears & Guts. Durch viele Lags war es mehr oder weniger unspielbar. Da aber selbst beim derzeit wohl leistungsfähisten Mobile-Prozessor (Exynos 4412 im Galaxy S3) Lags auftreten, kann ich das Nexus 7 als Problem definitiv ausschließen. Vielmehr besitzt das Spiel eine wirklich grottige Performance.


Benchmarks
Wie schon damals beim Testbericht des Galaxy S3 führe ich auch beim Nexus 7 einige Benchmarks durch. Natürlich sind diese teilweise nicht sehr aussagekräftig und schwanken auch ganz gerne. Dennoch nachfolgend die Screenshots der Testergebnisse. Die Rahmenbedingungen: Nexus 7 (komplett Stock), nicht übertaktet, keine Custom-ROMs, also quasi frisch aus der Verpackung, nur ein paar Apps habe ich installiert.



Quadrant Standard Edition:



AnTuTu Benchmark:



PassMark PerformanceTest:







Linpack for Android:
(links der Single-Thread-Benchmark, rechts der Multi-Thread-Benchmark)



Vellamo Benchmark:



Hier noch zwei Test zur Internetgeschwindigkeit über WLAN (Telekom Austria). Ich muss dazusagen, dass es sonst meist 7-8MBit im Download und knapp über 1MBit im Upload sind:

Speedtest.net:




cnlab SpeedTest



Und zum Abschluss noch ein Browsertest:

html5test.com:
(Chrome am PC unter Windows 7 erzielt dabei 414 Punkte + 13 Bonuspunkte)


Zum Schluss würde ich sagen, dass das Nexus 7 definitiv vorne mitspielt, aber eben nicht ganz vorne ist. Aber nirgends sonst bekommt man so viel Leistung für so wenig Geld (denn das P/L-Verhältnis beim N7 ist top).




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Alt 31.08.2012, 22:08   #10

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Das hier ist ein sehr subjektiver Beitrag, der größtenteils nur meine Meinung wiedergibt. Natürlich sind aber Wünsche, Kritik und Lob wie immer ausdrücklich erwünscht.

Ich mache meine Gerätekäufe - egal ob Smartphone oder Tablet - nicht nur vom Hersteller, sondern auch von der zu erwartenden Community dahinter abhängig. Denn was bringt mir das beste Gerät ohne Moddingmöglichkeiten?

Ich verwende da das Galaxy S sehr gerne als Beispiel: Samsung brachte kein Update auf Ice Cream Sandwich (Android 4.0), weil das SGS anscheinend zu schwach dafür sei. Schuld daran ist aber nur Samsungs Touchwiz-UI, außerdem will Samsung, dass die Kunden zu neueren Geräten greifen. Jetzt gibt es sogar Android 4.1 (Jelly Bean) als Custom-ROM.

Beim Nexus 7 müssen wir uns um Updates keine Sorgen machen, da diese bekanntlich direkt von Google herausgegeben werden und die Nexus-Serie traditionell die ersten Updateempfänger sind. Dann sind da aber noch die Custom-ROMs aus der Community. Alleine schon wegen dem 'Nexus' ist auch die Community dahinter sehr groß, da es für viele das 'wahre' Android ist. Google selbst unterstützt diesen Community-Gedanken dadurch, dass der Bootloader sehr einfach zu entsperren ist (ein Befehl in der CMD), Hersteller wie Motorola sollten sich davon eine Scheibe abschneiden.

Aber was sind denn nun Custom-ROMs?
Zum einen gibt es 'normale' Custom-ROMs und AOSP-ROMs (AOSP = Android Open Source Project). Normale ROMs bauen auf Hersteller-Firmwares auf, AOSP-ROMs auf dem für jeden frei zugänglichen Android-Sourcecode. Beim Nexus ist das das Gleiche, da der Quellcode quasi der Nexus 7 - Sourcecode ist. In Custom-ROMs sind die Features implementiert, die in den offiziellen Firmwares fehlen, wie zum Beispiel Toggles in der Benachrichtigungsleiste, der Landscape-Modus im Launcher,... Aber auch die Batterielaufzeit und die allgemeine Performance sind meist besser.

Nicht jeder braucht eine Custom-ROM (das N7 läuft auch so wunderbar), aber probieren kostet ja nichts.

Die meisten Custom-ROMs findet ihr im amerikanischen XDA-Forum, Support dazu erhaltet ihr auch bei uns hier im Forum.

Nexus 7 - Forum @ XDA: Klick




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Alt 31.08.2012, 22:08  
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